Leistung kann viel tragen. Aber nicht alles.
Der Leistungssport hat mich früh geprägt. Als Taekwondo-Athlet im Nationalkader und Sportsoldat lernte ich, Ziele zu verfolgen, mit Druck umzugehen und nach Rückschlägen weiterzumachen. Disziplin und Wille haben mir Türen geöffnet. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie leicht man den eigenen Wert an Leistung knüpft – und wie schwer es sein kann, innezuhalten, wenn der Körper oder das Leben eine andere Richtung verlangen.
Familie, Beziehungen und Vatersein
Auch die Geschichten meiner Familie und meine eigenen Beziehungen haben mich geformt. Sie haben Fragen in mir geweckt: Was geben wir weiter, ohne es zu merken? Wie entstehen Nähe, Konflikt und Rückzug? Was braucht es, damit Menschen einander wirklich begegnen können? Vater zu sein hat diese Fragen noch einmal verändert. Verantwortung bekam Gesichter und Namen. Ich lernte, dass Liebe nicht nur ein Gefühl ist, sondern auch Zuhören, Grenzen setzen, Fehler eingestehen und immer wieder neu in Beziehung gehen bedeutet.
Selbstständigkeit: aus einer Idee etwas Eigenes machen
Von 2011 bis 2019 baute ich ein eigenes Bewegungsstudio auf und entwickelte Konzepte, Angebote und Schulungen im Gesundheits- und Bewegungsbereich. Diese Jahre haben mich unternehmerisch geprägt: Ich habe Ideen in die Praxis gebracht, Verantwortung getragen und gelernt, wie viel Ausdauer es braucht, etwas Eigenes aufzubauen. Vor allem aber blieb meine Neugier darauf, wie Menschen sich bewegen, lernen und verändern.
Heute
Aus Lebenserfahrung, eigener Auseinandersetzung und vielen Ausbildungen ist mein heutiger Beruf gewachsen. Seit 2019 begleite ich Menschen als psychologischer Berater und Hypnosetherapeut. Viele kommen, wenn sie zweifeln, sich erschöpft fühlen, mit körperlichen Beschwerden leben oder in einer schwierigen Lebenssituation nicht mehr weiterwissen. Ich kenne das Straucheln aus eigener Erfahrung. Und ich weiß, wie wichtig ein klarer, unabhängiger Blick, fachliche Orientierung und ein Weg sind, der zur eigenen Wirklichkeit passt.
„Geh du vor“, sagte die Seele zum Körper, „auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf dich.“ „Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für dich haben“, sagte der Körper zur Seele.Ulrich Schaffer
Meine Geschichte macht mich nicht zum Experten für dein Leben. Sie hilft mir, dir mit Respekt zu begegnen. Für die Begleitung bringe ich beides mit: die Erfahrung, wie es sich anfühlt, selbst nach Orientierung zu suchen, und den professionellen Anspruch, sorgfältig, verantwortungsvoll und auf Augenhöhe zu arbeiten.